Selbstliebe als HSP

Eigentlich kommt man als hochsensibler Mensch gar nicht um das Thema Selbstliebe herum. Ich persönlich beschäftige mich schon seit langem damit, weil es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem authentischen Leben ist. Selbstliebe, Selbstakzeptanz, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen…es gibt so viele verschiedene Begriffe, die im Grunde genommen dasselbe meinen: Sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Das ist keine leichte Aufgabe, da wir alle unsere kleinen oder größeren Macken haben. Aber besonders für hochsensible Menschen ist dieser Schritt  essentiell.

Warum ist das so?

Da wir uns in den meisten Fällen schon als Kinder irgendwie anders fühlen, entwickeln wir häufig ein recht instabiles Selbstbild. Wir stellen uns schon sehr früh in Frage, weil wir nicht so sind, wie die anderen Kinder. Dazu kommt vielleicht noch das Unverständnis der eigenen Eltern, die es nicht verstehen können, warum das eigene Kind sich anders verhält und vielleicht häufiger weint. Da das Thema Hochsensibilität bei Kindern noch nicht so lange bekannt ist, können wir unseren Eltern auch keinen Vorwurf dafür machen. Sie wussten es einfach nicht besser und wollten uns auf die Welt da draußen bestmöglich vorbereiten.

Hochsensibilität hat daher nichts damit zu tun, dass man in irgendeiner Form „abgehärtet“ werden muss.

Dennoch fühlen sich viele hochsensible Menschen im Erwachsenenalter weiterhin irgendwie falsch. Besonders die Arbeitswelt verlangt von ihnen ein hohes Maß an Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Da ist selten Raum für Pausen, Rückzug und Regeneration. Man entwickelt Selbstzweifel, ob der Beruf die richtige Entscheidung war und ob man den Anforderungen noch lange gewachsen sein wird. Die Menschen im eigenen Umfeld reagieren vielleicht mit Unverständnis und Vorwürfen, wenn man sich zurückzieht. Kommt dir das bekannt vor?

Es ist wichtig zu verstehen, dass du okay bist, wie du bist.

Nur weil Kollegen, Vorgesetzte, Bekannte oder die eigene Familie mit Unverständnis reagieren, heißt das nicht, dass du falsch bist. Daher: Akzeptiere deine Hochsensibilität. Sie ist ein Teil von dir und wird es auch immer bleiben. Lenke den Blick auf das Positive und überlege dir, in welchen Situationen sie dir bereits weitergeholfen hat. Ich selbst weiß, dass sie mir in meiner Arbeit mit Menschen schon sehr häufig weitergeholfen hat. Ich weiß auch, dass ich mich gut abgrenzen muss, damit es nicht ins Gegenteil umschlägt. Der Schlüssel heißt hier: Kommunikation. Sprich mit den Menschen in deinem Umfeld. Erkläre ihnen deine Sicht auf die Dinge. Höre auf deine Bedürfnisse und fordere sie auch ein.

Es ist niemandem geholfen, wenn du ständig über deine eigenen Grenzen hinaus gehst, nur um nicht „negativ“ aufzufallen.

Egal, welcher Begriff sich für dich passend anhört: Selbstliebe, Selbstakzeptanz, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen…höre auf deine Bedürfnisse und bleibe ganz bei dir. Denn du bist gut so, genau wie du jetzt bist!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s