Selbstzweifel, was tun?!

„Diese Selbstzweifel…da sind sie schon wieder. Kann ich gerade gar nicht gebrauchen! Einfach ignorieren. Jetzt sind sie schon wieder da. Egal, weiter machen. Einfach nicht drauf hören. Aber was ist, wenn es doch wahr ist…? Ich bin einfach nicht gut genug!“
Kennst du diese Gedanken auch? So ähnlich klingt manchmal die Stimme in meinem Kopf. Je mehr ich sie ignoriere, desto lauter wird sie. Und schon befindet man sich mitten in der Gedankenspirale und im Strudel der Selbstzweifel . Aber wie kommt man da wieder heraus?

„Du bist nicht gut genug.“ ist ein Evergreen.

In der letzten Zeit war dieser Gedanke wieder ziemlich laut. Doch ihn einfach zu ignorieren, hilft mir nur bedingt. In dem Moment, in dem ich den Gedanken wegdrücke, ist er auch schon wieder da. Nur dieses Mal noch viel intensiver und ich fange an mich selbst in Frage zu stellen. Eigentlich ist es ziemlich logisch, dass das passiert. Wenn mich jemand nicht hört, dann werde ich ja auch automatisch etwas lauter. Genauso ist es auch mit unserer inneren Stimme. Jahrelang habe ich sie erfolglos versucht zu ignorieren. So lange, bis es mir damit überhaupt nicht mehr gut ging.

Mit der Zeit habe ich gelernt meiner inneren Stimme wieder öfter zuzuhören.

Wichtig dabei ist aber die Bewertung heraus zu nehmen. Die Einteilung in gute und schlechte Gedanken, ist dabei nicht wichtig. Der Fokus sollte darauf liegen, bewusst das wahrzunehmen, was deine innere Stimme dir sagen will. Meditation hat mir dabei sehr geholfen meine Gedanken zu beobachten. Für mich war es ein Weg wieder mehr in Kontakt mit meinen Gefühlen und Gedanken zu kommen und meine mentale Gesundheit zu stärken.

Wenn ich im Alltag oder auf der Arbeit wieder das Gefühl habe in einem Gedanken festzustecken und die Selbstzweifel laut werden, nehme ich mir einen Moment Zeit um zuzuhören. Am Besten funktioniert das für mich mit geschlossenen Augen, um mich ganz auf mein Inneres zu konzentrieren. Einatmen und lauschen was da kommt. Manchmal hilft es mir auch in einen inneren Dialog zu gehen und mir ein paar einfache Fragen zu stellen: „Was ist gerade los mit dir? Warum hast du Selbstzweifel? Was brauchst du jetzt?“.

Indem ich dem Raum gebe, was da kommen will, gebe ich gleichzeitig die Erlaubnis es wieder gehen zu lassen.

Die Intensität und „Lautstärke“ der Gedanken nimmt damit automatisch irgendwann wieder ab. Meine Erfahrung ist: Wenn ich gegen sie ankämpfe, werden sie immer lauter. Wenn ich sie zulasse und bewusst wahrnehme, werden sie mit der Zeit wieder leiser und verschwinden irgendwann von selbst wieder. 

Selbstzweifel hat jeder von uns. Wir sollten zwar nicht alles glauben, was uns unsere innere Stimme erzählt, sie aber dennoch ernst nehmen. Achtsamkeit im Alltag hilft mir sehr meine Gedanken zu beobachten, damit sie keine Eigendynamik entwickeln. Sie hilft mir auch besser mit meinen Energiereserven zu haushalten und meine Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen. Es fällt mir selbst nicht immer leicht. Aber ich habe festgestellt, dass die innere kritische Stimme an Intensität verliert, wenn wir ihr ab und zu unsere Aufmerksamkeit schenken.

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