Wo liegt dein Fokus?

So viele Jahre bin ich durch mein Leben gegangen und hatte eine riesige Gewitterwolke über mir schweben. Ich habe alles schwarz gesehen. Selbst in den guten Dingen habe ich unterbewusst nach den Störfaktoren gesucht – so lange bis ich sie auch gefunden habe. Und wenn ich sie dann endlich gefunden hatte, fühlte ich mich in meinem Weltbild bestätigt. Ich hatte also doch Recht damit, dass die Welt ein schlechter Ort ist. Jahrelang redete ich mir das ein…So machte ich logischerweise auch immer wieder die Erfahrung, dass ich nicht gut genug bin, nicht sicher sein kann, nicht glücklich sein darf.

Ich fühlte mich gefangen in einem Leben, in dem nicht ich bestimmte, was mit mir passierte.

Ich fühlte mich stattdessen den äußeren Umständen hilflos ausgeliefert. Jedenfalls dachte ich, dass das so ist. Immer wieder traf ich Entscheidungen etwas in meinem Leben zu ändern und verwarf diese dann wieder. Auf diese Weise änderte sich an meiner Situation natürlich nichts. Ich blieb das Opfer meiner Umstände. Ich war unzufrieden in meinem Job, aber „da konnte ich ja nichts dafür“.

Das, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke, wird wachsen.

Rückblickend habe ich mich selbst die ganze Zeit über klein gehalten, indem ich an einem Ort geblieben bin, an dem ich nicht wachsen konnte. In meiner Beziehung fühlte ich mich oft missverstanden und hatte ständig das Gefühl nicht zu genügen. Zunächst dachte ich, mein Partner müsse mich endlich so akzeptieren, wie ich bin. Ich habe schließlich erkannt, dass ich mich zunächst selbst annehmen muss, um mich in meiner Beziehung glücklich und sicher zu fühlen. Denn jede Beziehung in meinem Leben spiegelt nur die Beziehung zu mir selbst wider.Oft hatte ich das Gefühl, wenn ich etwas kontrolliere, dann kann mir nichts „Schlimmes“ passieren.

Das Gegenteil war jedoch der Fall…

Immer dann, wenn ich noch mehr kontrollierte, fühlte es sich schwerer an. In den Momenten, in denen ich es schaffte, die Kontrolle loszulassen, fühlte es sich wie eine Erlösung an. Befreit von der Verantwortung, die ich nicht mehr tragen wollte, entschloss ich mich, mich dem Leben hinzugeben und zu vertrauen. Wie in jeder Geschichte führt eine Situation zur nächsten. Es geht immer weiter, egal ob wir krampfhaft versuchen etwas festzuhalten, oder ob wir loslassen. Der Unterschied ist das Gefühl, das wir dabei haben.

Ich bin jetzt bereit mich dem Neuen und Unbekannten hinzugeben.

Veränderung bedeutet immer etwas Angst und Unsicherheit. Aber in dem Moment, in dem ich mir bewusst mache, dass ich sowieso nichts auf dieser Welt in der Hand habe, wird es leichter. Es bringt nichts sich gegen den eigenen Rhythmus zu stellen und die Veränderungen im Leben aufzuhalten. Denn eines ist sicher: Alles verändert sich – jeden Tag. Ich bin dankbar für die Erkenntnis endlich wieder vertrauen zu dürfen und richte meinen Fokus daher auf die schönen Dinge im Leben. Wie ist es bei dir?

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