Was Innehalten mit Heilung zu tun hat

Was mittlerweile zu meinem Morgenritual, wie das Zähneputzen dazu gehört, ist einmal kurz in mich hinein und meiner inneren Stimme zu lauschen. Was sagt sie? Wie geht es mir? Was brauche ich heute? Wo liegt das Stimmungsbarometer und was zeigt der Energietank an? All das habe ich lange Zeit gar nicht wahrgenommen, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, einmal täglich Innezuhalten. Eine kleine Übung mit so großer Wirkung. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Tatsächlich fällt es mir manchmal erst auf, wenn der Tag schon fast zu Ende ist. Dann weiß ich nämlich, was ich mir zugemutet habe und ob ich dabei über meine Grenzen gegangen bin, oder ob ich mich an mein inneres Barometer gehalten habe.

Wo fängt man beim Thema Achtsamkeit an?

Am Besten bei dir selbst. Dein Atem ist dein ständiger Begleiter. Du kannst schon morgens bei deiner ersten Tasse Tee oder Kaffee darauf achten, wie du atmest. So habe ich schließlich angefangen. Dazugekommen sind mit der Zeit noch ein paar weitere Übungen, die ich je nach Tagesform auswähle. Aber eines bleibt: Ich achte auf meinen Atem. Was das Ganze mit meinem inneren Heilungsprozess zu tun hat? Gut, dass du fragst. Über den Tag bin ich ständig in Gedanken, was war und was noch kommt. Dabei vergesse ich aber ständig den gegenwärtigen Moment. Dieser Moment, in dem ich jetzt bin. Was bringt mich in den Moment? Mein Atem. Dreimal tief ein- und ausatmen und schon spüre ich, ob ich angespannt bin, etwas zum Trinken oder frische Luft brauche. So einfach und doch so schwer. Kennst du das auch, dass du deine Bedürfnisse manchmal gar nicht spürst? Erst, wenn sie ganz laut werden und förmlich nach Aufmerksamkeit schreien, gibst du ihnen nach. Dabei hat dein Körper eigentlich immer Vorrang vor allem anderen. Findest du nicht?

Wann kannst du Innehalten?

Im Grunde kannst du jederzeit einen Moment Innehalten. Es braucht dazu keine Yogamatte, Räucherstäbchen oder sonstige Achtsamkeitstools. Du brauchst einfach nur dich selbst. Mit den letzten Wochen der achtsamen Übung, komme ich immer öfter in den Genuss bewusst Innezuhalten, weil ich es mir einfach erlaube. Das klingt banal, aber wie oft hast du dich schon bei dem Gedanken ertappt, „Das mache ich jetzt noch schnell fertig.“ oder „Ach, dafür ist später immer noch Zeit.“, kommt dir das bekannt vor? Mir auf jeden Fall. Wir vergessen uns selbst, vor lauter To-Do’s und verlernen dabei, auf unseren Körper und unsere innere Stimme zu hören.

…und was hat das jetzt mit Heilung zu tun?

Seit meinem Burnout hatte ich viel Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Ich setze mich gerade mit so grundlegenden Fragen auseinander, wie „Wer bin ich? Was brauche ich? Was macht mich glücklich? Wie will ich mein Leben in Zukunft leben?“. Auf diese Fragen zunächst keine klare Antwort zu haben, machte mir Angst. Aber es zeigte mir auch, wie sehr ich in den letzten Jahren gerannt bin…vor mir selbst weggerannt. Ich erkannte, dass dies eine einmalige Chance zum Innehalten ist und mich mit mir selbst, meiner Vergangenheit, meiner Zukunft und mit dem Jetzt auseinanderzusetzen. Und hier beginnt für mich mein Heilungsweg. Mit dem Innehalten, dem Nachspüren, dem Fühlen, Anerkennen und wieder Loslassen. Ich wünsche dir und deiner Familie morgen und auch in Zukunft viele Momente des Innehaltens.

Frohe Weihnachten!

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