Gedanken aus dem „Lockdown“

Kerze an, Tasse Tee auf dem Schreibtisch und ein paar Gedanken zum aktuellen Lockdown und wie ich mich dabei fühle. Seid ihr dabei? Wir schreiten mit großen Schritten auf den Frühling und damit den vierten Lockdown-Monat zu, sollten die Maßnahmen noch einmal verlängert werden. Damit hält uns die Pandemie nun seit ziemlich genau einem Jahr in Atem. Was hat sich für mich persönlich seitdem verändert…? Ich bin wachsamer geworden und beobachte das Verhalten meiner Mitmenschen nun noch genauer, aber auch mein eigenes. Gehen wir rücksichtsvoll genug mit uns selbst aber auch mit anderen um? Halten wir genug Abstand? Zeigen wir gegenseitiges Verständnis, anstatt uns Schuldzuweisungen hin- und herzuschieben? Was bedeutet es für unsere mentale und seelische Gesundheit einen ganzen Winter in den eigenen vier Wänden und ohne direkte soziale Kontakte auszukommen? Eines ist klar: Das Ganze wird nicht spurlos an uns vorbei gehen. Aber dennoch ging es mir in den letzten Monaten, wie wahrscheinlich sehr vielen Menschen da draußen.

Wir müssen wohl noch etwas Geduld haben…

Da sich die Sonne jetzt wieder öfter zeigt, hebt das die Stimmung insgesamt schonmal wieder etwas an. Und ich bin für jeden Sonnenstrahl in meinem Gesicht dankbar. Dennoch frage ich mich, wie lange das Ganze noch so weiter geht. Ein Gefühl der Normalität kann sich so jedenfalls nicht richtig einstellen. Auch wenn ich die Maßnahmen größtenteils für sinnvoll halte, macht es etwas mit mir. Eine anhaltende innere Unruhe, der ich im Moment viel Aufmerksamkeit schenke. Ich habe das Gefühl mein innerer Aufpasser ist seit dem letzten Jahr besonders aktiv und wittert jegliche Gefahr bereits zehn Meilen gegen den Wind. Und doch sind es manchmal einfach zu viele Sorgen und Ängste, die sich in mir breit machen. Ich versuche positiv zu bleiben, auch wenn es mir in Anbetracht der unklaren Zeit sehr schwer fällt. Manche Tage sind leichter, manche schwerer. Ein Trost ist, dass wir mit diesem Gefühl nicht alleine sind.

Und doch ist da ein Licht am Horizont.

Für mich persönlich geht es zumindest jetzt wieder etwas bergauf. Nach viel Reflexionsarbeit und einer etwas längeren Auszeit, die ich mir gezwungenermaßen nehmen musste (und wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin), habe ich nun wieder neue Perspektiven und Möglichkeiten gefunden. Mein Fazit aus den letzten Monaten: Es geht immer irgendwie weiter. Auch wenn dir das Leben Steine vor die Füße wirft, sollst du etwas mit ihnen machen. Denn sie liegen nicht grundlos da. Ich hoffe dein Steinhaufen ist nicht allzu groß und du kannst deinen Weg damit neu pflastern. Ich wünsche mir weiterhin, dass wir gut auf uns selbst aber auch aufeinander Acht geben und geduldig bleiben. Denn ich glaube nicht, dass uns Hetze und Panikmache in irgendeiner Weise weiterhelfen werden, geschweige denn gut tun. Jeder kann bei sich selbst anfangen gut auf sich zu achten und Rücksicht auf andere zu nehmen. Das fängt beim Abstandhalten und Maske tragen an und hört am Ende beim Mitgefühl auf. Selbst wenn jemand eine andere Meinung vertritt, ist das noch lange kein Grund in Angriffsposition zu gehen. Mir ist eher daran gelegen zu versuchen zu verstehen, was den anderen bewegt. Denn nur so können wir auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen. Passt gut auf euch auf!

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