Hochsensibilität und Angst

Seit ich ein kleines Mädchen war, habe ich schon mit Ängsten zu tun gehabt. Alles fing an, als ich realisierte, dass das Leben endlich ist und jeder von uns irgendwann diese Welt verlassen wird. Die Angst vor dem Tod wuchs und speziell der Verlust eines geliebten Menschen wurde mir so schlagartig bewusst. Meine inneren Alarmglocken läuteten, als ich eines Tages merkte, dass es meinem Vater nicht gut ging…Depression. Als Kind mit 7 oder 8 Jahren habe ich natürlich noch nicht verstanden, was das heißt. Aber mein feines Gespür sagte mir, dass da etwas nicht stimmte. Meine Überlebensstrategie war, so früh und so viel Verantwortung wie möglich zu übernehmen und mich möglichst unauffällig und angepasst zu verhalten. Viele Jahre später trage ich diese Strategien noch immer in mir und es fällt mir schwer sie abzulegen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Ängste noch immer zu meinen täglichen Begleitern gehören.

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Was Innehalten mit Heilung zu tun hat

Was mittlerweile zu meinem Morgenritual, wie das Zähneputzen dazu gehört, ist einmal kurz in mich hinein und meiner inneren Stimme zu lauschen. Was sagt sie? Wie geht es mir? Was brauche ich heute? Wo liegt das Stimmungsbarometer und was zeigt der Energietank an? All das habe ich lange Zeit gar nicht wahrgenommen, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, einmal täglich Innezuhalten. Eine kleine Übung mit so großer Wirkung. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Tatsächlich fällt es mir manchmal erst auf, wenn der Tag schon fast zu Ende ist. Dann weiß ich nämlich, was ich mir zugemutet habe und ob ich dabei über meine Grenzen gegangen bin, oder ob ich mich an mein inneres Barometer gehalten habe.

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Mit Yoga zu mehr Gelassenheit

Ich bin ganz ruhig und höre, wie die Regentropfen leise auf die Fensterscheibe prasseln. Die Augen sind geschlossen. Mit einer Hand auf meinem Herzen atme ich tief ein und aus. Ich spüre meinen Herzschlag unter den Fingern, den Boden unter mir, wie er mich trägt. Ich richte meinen Oberkörper auf und bemerke, wie der Atem tiefer geht und die Luft meine Lungen füllt. Leben. Ich öffne die Augen und bewege mich im Rhythmus des Atems. Ins Gefühl gehen – sowohl im Körper, als auch im Kopf. Hinhören und hinspüren, was da kommt. Die Augen sind geschlossen, der Atem geht entspannt und ruhig. Welche Gedanken kommen hoch? Was fühle ich? Wärme oder Kälte, Entspannung oder Anspannung, Ruhe oder Rastlosigkeit, Konzentration oder innere Unruhe…?

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Abgrenzung und Achtsamkeit

Mir schwirrt der Kopf. So viele Dinge, an die ich denken muss und die mich beschäftigen. Ich merke, dass ich innerlich unruhig bin, obwohl es äußerlich gerade keine Ursache dafür gibt. Meine Gedanken driften immer wieder ab. Mir fällt es schwer, zur Ruhe zu kommen und mich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Aber genau das ist es, was ich jetzt brauche. Langsam machen, runter fahren, eines nach dem anderen tun und zwischendurch einfach mal innehalten. 

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