Was Innehalten mit Heilung zu tun hat

Was mittlerweile zu meinem Morgenritual, wie das Zähneputzen dazu gehört, ist einmal kurz in mich hinein und meiner inneren Stimme zu lauschen. Was sagt sie? Wie geht es mir? Was brauche ich heute? Wo liegt das Stimmungsbarometer und was zeigt der Energietank an? All das habe ich lange Zeit gar nicht wahrgenommen, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, einmal täglich Innezuhalten. Eine kleine Übung mit so großer Wirkung. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Tatsächlich fällt es mir manchmal erst auf, wenn der Tag schon fast zu Ende ist. Dann weiß ich nämlich, was ich mir zugemutet habe und ob ich dabei über meine Grenzen gegangen bin, oder ob ich mich an mein inneres Barometer gehalten habe.

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Du bist was du fühlst

Es hilft mir sehr, über meine Gedanken und Gefühle zu sprechen, sie aufzuschreiben und aufzudröseln. So komme ich an den Kern der Sache heran. Manchmal ist da die Angst davor nicht gesehen und geliebt zu werden. Manchmal ist da die Schuld und macht mir große Vorwürfe. Manchmal schäme ich mich in Grund und Boden und manchmal könnte ich platzen vor Wut. Angst, Schuld, Scham und Wut sind ganz natürliche Emotionen. Sie beschützen uns vor gefährlichen Situationen und falschen Entscheidungen. Wenn sie aber zu laut werden, dann blockieren sie uns. Wenn sie nicht mehr da sind, verlieren wir die Orientierung. Es geht um die Balance unserer Gefühle – die guten wie die schlechten.

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Selbstschutz in der Krise

Krisenzeiten, wie wir sie heute erleben, setzen jedem von uns zu. Allerdings nimmt jeder eine Krise anders wahr. Der eine will sie nicht wahrhaben, Verdrängung ist hier das Stichwort. Der andere bagatellisiert das Ganze: „Ach, so schlimm wird es schon nicht sein.“. Die dritte Variante ist die der Überreaktion mit überzogenen Ängsten und Panik. Egal welche dieser Reaktionen auf einen zutreffen, sie haben alle nur einen Zweck: Selbstschutz.

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Selbstzweifel, was tun?!

„Diese Selbstzweifel…da sind sie schon wieder. Kann ich gerade gar nicht gebrauchen! Einfach ignorieren. Jetzt sind sie schon wieder da. Egal, weiter machen. Einfach nicht drauf hören. Aber was ist, wenn es doch wahr ist…? Ich bin einfach nicht gut genug!“
Kennst du diese Gedanken auch? So ähnlich klingt manchmal die Stimme in meinem Kopf. Je mehr ich sie ignoriere, desto lauter wird sie. Und schon befindet man sich mitten in der Gedankenspirale und im Strudel der Selbstzweifel . Aber wie kommt man da wieder heraus?

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Mit Yoga zu mehr Gelassenheit

Ich bin ganz ruhig und höre, wie die Regentropfen leise auf die Fensterscheibe prasseln. Die Augen sind geschlossen. Mit einer Hand auf meinem Herzen atme ich tief ein und aus. Ich spüre meinen Herzschlag unter den Fingern, den Boden unter mir, wie er mich trägt. Ich richte meinen Oberkörper auf und bemerke, wie der Atem tiefer geht und die Luft meine Lungen füllt. Leben. Ich öffne die Augen und bewege mich im Rhythmus des Atems. Ins Gefühl gehen – sowohl im Körper, als auch im Kopf. Hinhören und hinspüren, was da kommt. Die Augen sind geschlossen, der Atem geht entspannt und ruhig. Welche Gedanken kommen hoch? Was fühle ich? Wärme oder Kälte, Entspannung oder Anspannung, Ruhe oder Rastlosigkeit, Konzentration oder innere Unruhe…?

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Abgrenzung und Achtsamkeit

Mir schwirrt der Kopf. So viele Dinge, an die ich denken muss und die mich beschäftigen. Ich merke, dass ich innerlich unruhig bin, obwohl es äußerlich gerade keine Ursache dafür gibt. Meine Gedanken driften immer wieder ab. Mir fällt es schwer, zur Ruhe zu kommen und mich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Aber genau das ist es, was ich jetzt brauche. Langsam machen, runter fahren, eines nach dem anderen tun und zwischendurch einfach mal innehalten. 

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